Freilichttheater 2019 - "D´Doktabäurin"

Das Freilichttheater der Ebrachtaler Ebersberg wird auf dem Gelände des Vereinsheims vor einer einzigartigen Naturbühne, wie sie schöner nicht sein kann aufgeführt.

Die Aufführung heute am Sonntag den 28.07.2019 findet statt.

Spieltage:

Mittwoch 24. Juli
Donnerstag 25. Juli - nur noch nicht überdachte Restkarten verfügbar
Freitag 26. Juli - nur noch nicht überdachte Restkarten verfügbar
Samstag 27. Juli - nur noch nicht überdachte Restkarten verfügbar
Sonntag 28. Juli

Beginn 20 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr
Bewirtung mit Speisen und Getränken

Eintritt: 20,00 € - Freie Platzwahl

Für alle Aufführungen sind Restkarten für nicht überdachte Sitzplätze an der Abendkasse erhältlich!

Spielort:

Vereinsheim des Trachtenvereins Ebersberg
Schwabener Str. 13, 85560 Ebersberg

Kartenvorverkauf ab 2. Mai 2019

Karten gibt's auch bei der Kartenvorverkaufsstelle:

Alter Speicher
Im Klosterbauhof 4
85560 Ebersberg

Öffnungszeiten:
Mo.- Do. 10:00 -13:00 Uhr und
Do. 18:00 - 20:00 Uhr   

 

Zum Inhalt

Das Haberl-Anwesen in Marschall, einem Dörflein nächst Holzkirchen, war um die Mitte des vorigen Jahrhunderts herum Besitz einer vielköpfigen Familie Nonnenmacher, die wahrscheinlich aus dem Osten zugereist war und sich hier ansässig gemacht hatte. Abgesehen vom Vater, wurden die männlichen Angehörigen dieser Sippschaft, als sie erwachsen waren, alsbald der Schrecken der Einwohnerschaft des Ortes und auch der weiteren Umgebung. Während die Eltern im Rufe ehrbarer Leute standen und auch den Töchtern nichts  Übles nachgesagt  werden konnte, verübten die Buben Verbrechen um Verbrechen. Sie wilderten, sie stahlen und raubten, und auch auf die Vernichtung eines Menschenlebens kam es ihnen auf ihren Raubzügen nicht an. Rädelsführer war hauptsächlich der älteste Sohn der „Simma“, und besonders sein Bruder „Girgl“ war ihm zu seinen Schandtaten ein eifriger Gehilfe, weniger vielleicht die jüngeren Brüder. Einen ganz ausgemachten Genossen hatten die Haberlbuben am „Spreißltoni“, der wegen schwerer  Verbrechen bereits zum Tode verurteilt worden war,  aber vor seiner Hinrichtung noch aus dem Gefängnis entfloh und sich zu der Haberlbande gesellte, zu der auch andere schlimme Gesellen gehörten. Als ihnen im heimatlichen Anwesen der Boden zu heiß wurde, hielten sie sich im großen Dietramszeller Forst auf, wo sie auch das Versteck ihrer geraubten Sachen hatten. Gendarmen und Jäger boten alles auf, der Bande habhaft zu werden, doch ihrer waren zu wenig, bis sich Leute aus Holzkirchen und dessen weiter Umgebung zusammentaten und im Zeller Wald mit der Verbrecherbande einen blutigen Kampf ausfochten und zwar mit ziemlich gutem Erfolg. Das Verbrechernest wurde ausgehoben und die Haberlbrüder und ihre Mitgesellen, einige von ihnen schwer verwundet, dem Gerichte überliefert, wo ihnen die gerechte Strafe zuteil wurde.

Einer der Brüder, der „Girgl“, hatte vor der Gefangennahme, als beim Haberl eine Haussuchung durchgeführt werden sollte, das Haus noch in Brand gesetzt.

Dagegen durften sich die drei Haberltöchter, „Babett“, „Regina“ und „Amalie“, bei der Bevölkerung sogar einer gewissen Beliebtheit  erfreuen, da sie es  verstanden, durch  Behandlung mit Hausmitteln und Kurpfuscherei bei Mensch und Vieh manche Krankheiten zu beheben. Besonders „Amalie“, die jüngste Schwester, die mit der Zeit die „Wunderdoktorin“ oder die „Doktabäurin“  genannt wurde, brachte es durch  ihre vielen Heilungserfolge zu großem  Ansehen und auch Reichtum. Sie heiratete, erwarb das bei Freising gelegene große Gut „Mariabrunn“ und durfte selbst Angehörige bester Stände, ja sogar Fürstenhäuser zu ihren Patienten zählen.                                                                  

Laut ziemlich verbürgten Überlieferungen hatte „Amalie“ mit dem ihre Brüder bekämpfenden  „Jäger-Anderl“ von Valley ein Liebesverhältnis, ließ es aber zu einer Verehelichung mit ihm nicht kommen. Sie wollte hoch hinaus, was ihr auch gelungen ist.

Autor: Georg Stöger - Ostin

Miesbach, Januar 1951

Personen und ihre Darsteller

Amalie
Steinherr Susanne

Simma
Weber Berti

Girgl
Flad Andreas

Sepp
Reischl Maximilian

Babett
Westermeyr Barbara

Regina
Wagner Steffi

Haberlmutter
Wisneth Antonie

Anderl, Forstgehilfe
Müller Marcus

Vev, seine Mutter
Stinauer Barbara

Kathi, Zofe in Valley
Schneider Marlene

Zwerchl, Stationskommandant
Kinzner Michi

Spreißltoni, Zuchthäusler
Heindlmeier Schorsch

Müllerin, Besitzerin Pelletsmühle
Wisneth Antonie

Annerl, deren Magd
Winter Christiane

Graf von Valley
Propstmeier Christoph

Rameisl, Viehhändler
Wisneth Hans

 

Schmiedin von Warngau
Stinauer Barbara

 

 

Souffleuse
Weber Anna

Theaterleitung
Lang Doris

 

Theaterleitung
Brummer Hildegard

 

 

Maske

Elze Uschi, Reif Evi und Team

Musik

De Saunaboarisch'n

Licht- und Tontechnik

M7 Veranstaltungstechnik
Linnerer Stefan

Gestaltung MedienGaarage, Stefan Gaar

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern aus unserem Verein und bei den Sponsoren, ohne die diese Aufführungen nicht möglich wären.

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